Ein Ausflug nach Gyeongju

In der zweiten Uni-Woche hat unser International Office beschlossen, eine Exkursion mit uns zu machen. Obwohl wir einen Samstag dafür opfern mussten, waren wir trotzdem froh, Zeit miteinander verbringen zu können und ein wenig über den kulturellen Hintergrund des Landes zu lernen, in dem wir die nächsten Monate verbringen würden.Das International Office wählte Gyeongju als Ausflugsziel, da der kulturelle Teil dieser Gegend immer noch erhalten ist. Mit 8-9 Millionen Besuchern jedes Jahr ist es eine große Touristenattraktion. Viele Orte in Gyeongju sind Teil des UNESCO Welterbes.
Wir versammelten uns um 7:30 vor dem Wohnheim. Manche von uns waren top fit, andere kamen gerade von der letzten Partynacht wieder und schliefen sofort im Bus ein.
Wir brauchten ca. 1 ½ Stunden, um zu unserem ersten Ziel zu kommen: Gyeongju City. Die Sicht vom Bus aus war sehr gut, viel Natur, Häuser mit „typisch asiatischer“ Architektur (zumindest aus europäischer Sicht) und Bergen.

Um 11 Uhr kamen wir schließlich am Gyeongju Namsan an und waren bereit bergzusteigen. Aber nicht einfach nur langweiliges Bergsteigen: Wir hatten drei Touristenführer! Einen für die Chinesischen Studenten, einen für die Japanischen und einen Englischsprechenden für den Rest.
Unsere Führerin stellte sich als „Angela“ vor und war sehr energiegeladen. „Liebe Studenten! Bittet mich darum, ein Foto mit euch zu machen!“ war ihr Standardsatz, aber sie war so niedlich, dass wir alle ihrer Bitte gern nachkamen und viele Fotos mit ihr machten.
Da es am Vortag geregnet hatte, führte sie uns nur bis zur Hälfte des Berges. Der grüne Wald und das klare Wasser erinnerten mich sehr an die Wälder in Deutschland.
Unser letzter Stop war der „LazyHikers Peak“, einem Ort, an dem nicht soviele Bäume sind, deswegen fotografieren sich viele Menschen dort und tun so, als wären sie am Gipfel. Zumindest laut unserer Führerin. Natürlich machten wir alle Bilder von uns und warteten auf den nächsten Wifi-Moment, so dass wir die Bilder bei Facebook hochladen konnten.

Nach zwei Stunden Wandern waren wir bereit für den nächsten Programmplan: Koreanische Papierkunst! Wir konnten entweder Stiftehalter oder kleine Handspiegel in spezielles Papier einwickeln. Die Damen waren aber leider häufiger mit unseren Arbeiten unzufrieden, deswegen musste fast jeder von uns, mit einem lachenden und einem weinenden Auge, seinen Gegenstand noch einmal einwickeln.

Nach dem Mittagessen ging es für uns nach Cheomsongdae, demältesten Sternenaussichtspunkt in Asien. Die Koreaner in alten Zeiten taten dort nichts anderes außerdie Sterne zu betrachten und jede Veränderung ihrem Herrscher zu berichten. Auf die Frage, warum sie denn nicht gleichzeitig auch nach Feinden Ausschau hielten, antwortete unsere Führerin schlicht „Das war nicht ihre Aufgabe.“

Unser letzter Stop war Bulguksa Temple. Seit meiner Kindheit wollte ich einen buddhistischen Tempel besuchen, deswegen genoß ich die Ehre die wunderschönen Gärten, die bunten Statuen und die vielen Arten Buddha zu ehren bewundern zu können.
Leider waren zwei der wichtigsten Gebetsstatuen unter Restauration, das nahm dem ganzen Tempel aber nicht seine Schönheit. Die Gebetshallen waren voll mit Goldstatuen und allerlei Verzierungen, aber leider durfte man sie nicht direkt fotografieren.

Auf der Rückfahrt wurde der erfolgreiche Kulturtag mit einer anderen koreanischen Kultur beendet: Samgyeopsal (koreanisches Barbecue) und Soju! 

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